In 7 Schritten zur gezielten Aufmerksamkeitsfokussierung

Vor ein paar Wochen habe ich einen interessanten Artikel über Aufmerksamkeit und Achtsamkeit gelesen. Heute bessere bekannt als Mindfulness. Wie passt das in unsere heutige Welt? Wir sind immer und überall erreichbar. An jeder Ecke sehe ich die Leute mit Ihren Smartphones in der Hand. Im Supermarkt wird noch schnell an der Kasse bezahlt und gleichzeitig sein Facebook Status upgedatet. Schnell noch vom Mittagessen ein Foto auf Instagram hochgeladen und dann im Meeting alles 5 Minuten die sozialen Medien checken. Ich behaupte mal, ihr kennt das?

Multitasking ist ein Mythos. Unser Gehirn arbeite so nicht. Wer viele Dinge gleichzeitig macht, hat am ende des Tages das Gefühl nicht wirklich etwas erledigt zu haben. Unzufriedenheit, Erschöpfung und Frust machen sich bemerkbar. Im Ernstfall leidet die Gesundheit darunter. Dabei kann sich jeder selbst die Frage stellen, ob das der Preis ist den ich zahlen möchte.

Als Agile Coach helfe ich meinen Teams den Fokus zu finden und zu halten. Im Artikel Agile Your Mind – Agilität beginnt im Kopf, habe ich die Brück zu meinen privaten Projekten gefunden und hab ein Experiment gestartet.

Das Ziel meines Experiment: Gezielte Aufmerksamkeitsfokussierung.

Jeden Menge Ideen und Projekte

Mir war klar, dass ich nicht alles gleichzeitig machen kann. Zuviel Ideen und Projekte haben sich in meinem Leben angesammelt. Viele davon habe ich angefangen und dann wieder fallen gelassen. Wieder etwas Neues angefangen, weil es gerade wichtiger war. Ständig habe sich die Prioritäten geändert.

Kommt Dir das bekannt vor?

1. Finde Dein Projekt, dass Dir den meisten Nutzen bringt

Es gibt unglaublich viele Methoden wie ich meine Projekte priorisieren kann. Letzendlich kommt es darauf an, welchen Wert ich für mich damit schaffen will. Ist das was ich da tun möchte, wirklich das was ich will? Geholfen das Richtig Projekt zu finden hat mir das Eisenhower-Prinzip. Meine Projekt habe ich nach wichtig, nicht wichtig und dringend und nicht dringend sortiert. Damit hatte ich eine grobe Zuordnung meines wichtigen und dringenden Projekt gefunden. Mein Projekt: Persönlichkeitsentwicklung

2. Einfach mal anfangen – Themen finden

Welche groben Themen sind interessant um mein Projekt voranzubringen? Ich beginne mit einer groben Themenbeschreibungen:

  • Gesundheit & Fitness
  • Freunde & Beziehungen
  • Weiterbildung
  • Beruf & Karriere
  • Familie
  • Entspannung & Wohlergehen

 

 

Das sind für mich alles Themen die mich in meinem Leben weiterbringen und möglicherweise glücklicher machen. Auf einer Skala von 1 – 10 bestimme ich meinen Standort, wo ich momentan stehe. Das hilft mir meinen Fokus zusetzen und meine Aufmerksamkeit einem Thema zu widmen.

3. Finde Aufgaben zu Deinem wichtigsten Thema

Als Beispiel nehme ich das Thema Gesundheit & Fitness. Ein Thema das mir persönlich besonders wichtig ist.
Nun überlege ich mir Aufgaben die mir dabei helfen, die auf das Thema Gesundheit & Fitness einzahlen. Damit ich nicht endlos plane, reichen schon oft 1 – 2 Aufgaben um sofort zu beginnen.

Welche Aufgaben fallen Dir ein um sofort zu starten?

Die gefunden Aufgaben schreibe ich in mein Backlog. Das Backlog ist ein Ort an dem ich meine Aufgaben organisiere und die auf mein Thema und auf mein Projekt einzahlen.

Ich arbeite mit einem einfachen Tool. Keep it simple. MeiserTask ist dafür bestens geeignet. Die Lite-Version ist kostenlos und auch als App verfügbar.

Mit einem schicken Design wirst Du begrüßt und hast auf der Startseite einen Überblick Deiner Aufgaben.

www.meistertask.com

 

Backlog – Wie möchte ich sein? Und was möchte ich dafür tun? Konkrete, priorisierte Vorhaben.

4. Arbeite in Iterationen – Kleine Schritte und Zwischenerfolge würdigen

Nach dem Du die notwendigen Vorbereitungen für einen Start Deines Projektes erledigt hast, kann Du mit der Wochenplanung beginnen.  In der agilen Welt nennen wir das in Scrum das Sprintplanning. Ich lege fest „was“ ich in einer Woche erledigt haben möchte und plane meine Aufgaben die das „wie“ bestimmen.

5. Commitment auf das Wochenziel mit dem inneren Team

Jeder kennt sie. Wir haben alle innere Stimmen die etwas zu sagen haben. Es geht um die Kontaktaufnahme mit dem inneren Team, um das aufmerksame Hinhören und Spüren, was das Team im Moment bewegt. Dafür gibt es klare Regeln: Jeder kommt zu Wort – nacheinander. Und alle anderen hören aufmerksam zu. Hier geht es um TransparenzKlarheit und um Achtsamkeit. Mit sich in Kontakt treten und bleiben. Haben wir ein gemeinsames Commitment?

6. Nutze der Kraft des agilen Vorgehen mit Scrum-Artefakten

Bevor ich anfangen mit der ersten Aufgabe führe ich ein weiteres Ritual für mich und meinem inneren Team ein.
Das Daily StandUp. Timeboxed für 15 Minuten. Mit sich selbst in Kontakt treten — Austausch mit dem inneren Team. Emotionen, Körperempflndungen, Gedanken dürfen sich zeigen, werden gehört. Ankommen und gezielte Aufmerksamkeitsfokussierung.. Achtsam mit sich selbst sein.

Überblick über die Scrum Artefakte und die Arbeit mit dem inneren Team. Quelle: https://www.informatik-aktuell.de/management-und-recht/projektmanagement/agile-your-mind-agilitaet-beginnt-im-kopf.html

 

7. Sei stolz was Du geschafft hast und reflektiere die Woche

Habe ich mein Wochenziel erreicht? Im Review beleuchte ich was ich alles geschafft habe. Bin stolz darauf und reflektiere wo ich gerade stehe. In der Retrospektive frage ich mich was ist gut gelaufen und was kann ich verbesseren? Was möchte ich nicht mehr? Auch hier ist die Arbeit mit dem inneren Team für mehr Achtsamkeit und Fokussierung wichtig.

Ich nehme die Erkenntnisse und Verbesserungen in die nächste Wochenplanung mit und verbessere so meinen Prozess und komme so meinem Ziel immer näher. Fokussiert, Achtsam und Aufmerksam.

Hast Du Ideen und eine Meinung dazu? Schreibe mir. Ich freue mich.